DELL Latitude D830 mit Windows 10

Auf nicht näher zu beschreibenen Wegen ist mir neulich ein Laptop „DELL Latitude D830“ in die Hände gefallen. Das Gerät stammt aus Juli 2008, ist von den technischen Eigenschaften jedoch immer noch interessant. Nach einer kurzen Begutachtung habe ich das Gerät behalten. Das Gehäuse sieht noch gut aus und nach ein bischen putzen war alles wieder schick. Hier die Eigenschaften im Überblick:

  • Prozessor: Intel Core2Duo T7250, 2.00 GHz
  • Grafik: NVidia Quadro NVS 135M, 128 MB Speicher
  • Display: 1680×1050 Pixel, matt
  • Arbeitsspeicher: 3 GB
  • Festplatte: 80 GB, SATA
  • Laufwerk: CD-RW / DVD-ROM, IDE, HL DataStorage GCC-T10N
  • LAN, WLAN, UMTS, Bluetooth
  • serielle Schnittstelle, PCMCIA, PCIExpress, 3x USB, IEEE1394, SmartCard-Reader
  • Windows Vista, 32bit
  • 2x Dockingstation mit Netzteil

Klar war, der Laptop soll mit Windows 10 laufen. Ein kurzer Blick ins Internet ließ vermuten, daß es möglich ist. Vorher habe ich jedoch ein paar Hardware- Anpassungen durchgeführt.

  • aus der Bastelkiste ein 2 GB- RAM- Modul, somit jetzt 4 GB Arbeitsspeicher
  • ebenfalls aus der Bastellkiste ein CD-/DVD-MultiWriter, NEC 6500A (mit IDE-Schnittstelle)
  • aus dem Elektronikversand des Vertrauens eine SSD 250GB, Crucial CT250BX100SSD1

Das RAM- Modul mußte in den Steckplatz unter der Tastatur eingebaut werden. Das war gar nicht so schwierig. An gleicher Stelle sind die miniPCIexpress- Karten für WLAN und UMTS eingebaut. Das optische Laufwerk und die SSD konnten einfach durch Austausch der vorhanden Komponenten eingebaut werden. Vom BIOS wurden alle Komponenten anstandslos akzeptiert.

Hier ein Screenshot von CrystalDiskMark v5.1.2 nach Einbau der SSD:

CrystalDiskMark DELL Latitude D830 mit SSD

Die Installation von Windows 10 war ganz einfach. DVD einlegen, booten, Festplatte partitionieren und fertig. Der Lizenz-Schlüssel von Windows 7 wurde während der Installation (keine Online-Verbindung) bereits akzeptiert. Es wurde Windows 10 pro installiert. Nach dem Herstellen der Online- Verbindung wurde Windows aktiviert und die notwendigen Updates installiert. Damit waren auch fast alle Treiber passend installiert.

Einzig der Treiber für das UMTS- Modul (DELL Wireless 5520) mußte händisch installiert werden. Hier konnte ich den Treiber von der DELL- Supportseite benutzen, obwohl dieser nur für Windows Vista gemacht ist. Einen Verbindungsaufbau habe ich bisher nicht getestet.

Als einzig offener Punkt verbleibt, daß das BIOS- Update scheinbar unter Windows 10 nicht ausgeführt werden kann. Ein weiteres Firmware- Updates für das UMTS- Modul läßt sich ebenfalls nicht ausführen. Diese beiden Updates habe ich mit der Windows Vista Installation von der alten Festplatte ohne Probleme installiert.

Abschließend muß ich sagen, die ganze Aktion hat sich gelohnt. Der Laptop arbeitet schnell und flüssig, und das System startet rasend schnell. An Windows 10 werde ich mich noch gewöhnen müssen. Dennoch werden die nächsten Rechner bald umgestellt.

3 Gedanken zu „DELL Latitude D830 mit Windows 10“

  1. Hallo,

    ich hätte mal eine kurze Frage zu deinem Bericht über den Laptop, ich bekomme demnächst auch einen und will ihn natürlich auch Windows 10 aufspielen (incl. SSD) was mich aber mal interessieren würde, geht das Bluetooth Modul? Hatte nämlich letztens das Problem an einem neueren Dell Laptop das das Bluetooth Modul nicht mit Windows 10 funktioniert und auch nicht unterstützt wird!

    Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen.

    Gruß Torsten

    1. Hallo,
      leider kann ich deine Frage nicht beantworten. Mein DELL D830 hat kein Bluetooth- Modul eingebaut.

      Noch ein Tip: Vor einiger Zeit wollte ich das W-LAN-Modul austauschen. Das eingebaute „Intel PRO/Wireless 3945ABG“ kann leider keinen Mobilen Hotspot einrichten. Als Ersatz wollte ich „Intel 7260.HMWWB.R Dual Band Wireless-AC 7260-PCIe WLAN / 802.11AC, Bluetooth 4.0“ einbauen. Die „Intel 7260“ ist eine half-size miniPCIexpress Karte mit zusätzlichen Bluetooth- Modul. Die „Intel 3945ABG“ ist eine full-size miniPCIexpress Karte. Und genau darin liegt das Problem. Die Antennenkabel kommen von der flaschen Seite und sind zu kurz.

      In einem zweiten Versuch habe ich eine „Compex WLE600VX 802.11ac/b/g/n miniPCIexpress“ Karte ausprobiert. Die „Compex WLE600VX“ hat einen Qualcomm-Atheros QCA9882 Chipsatz. Mechanisch war diesmal alles in Ordnung. Leider gibt es für genau diesen Chipsatz keine Windows- Treiber.

      Einen dritten Versuch habe ich nicht gestartet, da es nur sehr wenige geeignete W-LAN- Karten gibt.

      Gruß Ingwer

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