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Apr 11

Großes Linux-Update auf openSUSE Leap 42.2

Nach dem die Unterstützung für openSUSE 13.2 am 18. Januar 2017 endete, mußte ich mein Server- System zeitnah aktualisieren. Diese habe ich nun getan. Zum Glück hat das Meiste gleich nach dem Update wieder funktioniert. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo nach dem Update der Bootloader streikte und jeder Dienst irgendeinen Konfigurationsfehler hatte und zunächst nicht startete.

Ich habe das Update von openSUSE 13.2 auf die neue Version openSUSE Leap 42.2 in 2 Schritten durchgeführt. Zunächst habe ich openSUSE Leap 42.1 installiert, und anschließend openSUSE Leap 42.2. Ich glaube, Versionssprünge verursachen gerne mal Probleme. Ich habe das System jeweils offline über eine DVD aktualisiert.

Auf dem Zielsystem angekommen, sah zunächst alles noch gut aus. Leider konnte sich nur root anmelden, alle anderen Benutzer wurde abgewiesen. Die Ursache: der LDAP- Server, welcher auf meinem System die Anmeldedaten verwaltet, lief nicht. Die Ursache war im Protokoll schnell gefunden. Irgendein Modul lief nicht. Dank Tante Google konnte das Problem schnell gelöst werden.

Der erste Eintrag in diesem Forenbeitrag beschreibt das Problem. Erschwerend kommt hinzu, daß ich die Konfiguration im LDAP-Server (OLC) gespeichert habe. Da der LDAP-Server wegen dem Fehler nicht startet, kommt man auch nicht an die Konfiguration heran. Die Lösung ist hier angedeutet: die betroffene Datenbank, welche nicht geladen werden kann, wird vorübergehend verschoben. In meinem Fall sahen die Schritte so aus:

  • /etc/openldap/slapd.d/cn=config/olcDatabase={1}hdb.ldif verschieben
  • mit systemctl start slapd.service den LDAP-Server starten (sollte jetzt funktionieren)
  • das YaST-Modul für den LDAP-Server starten (dieses erzeugt die notwendige Modul- Konfiguration)
  • die anfangs verschobene Datei an ihren ursprünglichen Ort zurücklegen und den LDAP-Server neu starten

Nach einer Weile (Geduld mitbringen) sollte auch die Anmeldung der restlichen Benutzer wieder funktionieren. Da ich den LDAP als zentralen Anmeldeserver benutze, waren mehrere Dienste betroffen.

Nach dem Update waren einige Dienste abgeschaltet, die ich benöltige.

  • smb, nmb, winbind
  • dhcp

Alle Dienste konnten wieder gestartet werden, ohne die Konfiguration zu ändern.

Die Installation der NVidia- Treiber (propritär) lief über das Repository ohne Schwierigkeiten. Selbst mein alter Windowmanager FVWM2 ist weiterhin vorhanden. Ich mußte meine Konfiguration wieder einsetzen, aber ansonsten lief alles gleich wieder.

Weiterhin ist anzumerken, daß die bisher verwendeten Protokolldateien unter /var/log/ weitestgehend abgelöst wurden. Entsprechende Protokolle können nun mit dem Befehl journalctl angesehen werden.

Die Komponente snapper habe ich komplett entfernt (alle Pakete gelöscht). Das scheint soweit zu funktionieren. Snapper ist ein Werkzeug, daß Wiederherstellungspunkte erzeugt. Damit soll es möglich sein, zu einem früheren Zustand zurückzukehren. Eine ähnliche Funktion gibt es auch in Windows.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. In den nächsten Tagen möchte ich noch ein paar Dinge nachjustieren.

  • Fehler/Warnungen im e-Mail-System beseitigen (squatter, sieve, fehlende user_deny.db
  • die Abfrage meiner USV wieder beleben (apcupsd)
  • MythTV neu übersetzen und wieder ans Laufen bringen (ist wegen veränderter Bibliotheken gerade nicht lauffähig)

1 Ping

  1. „SQUAT failed“ Fehlermeldung beheben » Ingwers neuer Blog

    […] bereits in meinem ersten Artikel zum großen Linux-Update angekündigt, setze ich die Reihe fort. Heute geht es um einen Eintrag im Systemprotokoll. Apr 10 […]

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